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Montanos Stil

Philippe: Ich habe Deine Idee aufgegriffen, Deinen Stil durch KI beschreiben zu lassen. ChatGPT sagt: Montanos Texte wirken selten wie Antworten, sondern wie sichtbar gemachtes Denken. Er arbeitet viel mit abstrakten Begriffen (Form, Erfahrung, Sinn, Ordnung, Wahrnehmung), aber fast nie rein theoretisch, immer rückgebunden an menschliche Erfahrung. Abstraktion ohne Erdung kommt bei ihm kaum vor.


ChatGPT hat verneint, dass folgender Satz von Dir ist: „Je mehr der Traum eines besseren Lebens zum Albtraum eines Lebens unter Druck und Zwang in einem Umfeld von Konkurrenz und Feindseligkeit wird, umso erlösender wirkt diese Nostalgie.“ 


Dabei steht er im Blogbeitrag «Rückkehrer aus Amerika»


Wie deckt sich das mit Deiner eigenen Wahrnehmung?


Gianpietro: Deine Beispiele zeigen sehr gut die Grenzen solcher Hilfsmittel auf. ChatGPT sucht das Internet ab und wenn es nicht erkennt, dass ein Satz in einem Blog von Gianpietro Montano stammt, dann entsteht eine falsche Antwort.


Genauso verhält es sich mit meinem Schreibstil. Was ChatGPT schreibt, wird online verfügbaren Beiträgen, primär Rezensionen, entnommen. ChatGPT hat den Roman nicht gelesen.


Copilot entnimmt dem Manuskript folgendes: Der Stil von Gianpietro Montano in «die Tote von Anglona» ist geprägt von einer gelungenen Mischung aus atmosphärischer Dichte, psychologischer Tiefe, reflektierender Distanz und lebendiger Dialogführung. Die Erzählweise ist ruhig, nachdenklich und zugleich sehr anschaulich, was den Roman sowohl literarisch als auch emotional überzeugend macht.


Ich würde es nicht wagen von einer «gelungenen Mischung aus atmosphärischer Dichte» oder einer «psychologischer Tiefe» zu sprechen, wenn ich meinen Stil beschreiben sollte. Das tönt ziemlich überheblich, oder nicht?


Mein Stil ist nicht nur erzählend, sondern auch reflektierend und gesellschaftskritisch. Ich spreche Immer wieder politische, soziale und ökologische Themen an. Ich versuche diese Themen mit der Handlung und den persönlichen Geschichten der Figuren zu verweben.


Denn das Ziel ist persönliche Schicksale in einem grösseren Kontext zu beschreiben. Ich finde ChatGPT wird dem überhaupt nicht gerecht.


Ob mein Debütroman sowohl literarisch als auch emotional überzeugend ist, sollen die Leser:innen sagen. Und nicht KI.

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