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Der geplatzte Traum

Philippe: Lässt die 10-Millionen-Initiative den Traum der Migranten eines besseren Lebens, für sie und ihre Kinder, platzen?


Gianpietro: Der Traum ist jetzt schon geplatzt, nicht nur für die Migranten. Was früher ein Erfolgsmodell für eine Mehrheit war, entwickelt sich immer mehr zu einer Existenz ohne Perspektive auf ein besseres Leben. Wohneigentum beispielsweise ist bereits heute für die Mehrheit der Bevölkerung nicht mehr im Rahmen des Möglichen.


Da auch die Mieten, die Krankenkassenprämien, die Lebensmittel oder das Benzin teurer werden, ohne dass die Löhne der Entwicklung folgen, wird es für immer mehr Menschen schwierig. Die Schweiz produziert bereits heute immer mehr Verlierer. Unabhängig der Nationalität der Menschen und ihrer Aufenthaltsdauer.


Der Traum lebt weiterhin für alle deren heutige Existenz noch weniger Perspektive bietet. Für viele ist das Leben in der Schweiz immer noch deutlich besser als ihr heutiges Leben. Sie werden weiterhin kommen. Wer in der Schweiz keine Zukunft sieht, wandert aus.


Das ist bereits heute Realität. Es sind nicht nur Migranten, die nach der Pensionierung zurückwandern, sondern immer mehr Senioren, die in günstigere Länder auswandern. Weil das Gefälle zwischen der Lebensqualität in der Schweiz und in anderen Ländern sich immer mehr zu Ungunsten der Schweiz entwickelt.


Die Schweiz schafft sich selbst ab.


Besonders schlimm finde ich die Diskussionen über das Wohneigentum von Senioren, die in ihrem Haus bleiben, obwohl es eigentlich zu gross für sie ist. Wie kann man im Ernst glauben, dass sie ausziehen sollen und anderen Platz machen?


Diese Diskussionen sind nicht nur Gift für diese Senioren. Wieso soll man in der Schweiz in Wohneigentum investieren, wenn man befürchten muss, dass man im Alter enteignet wird?
Wenn ich heute wählen kann, ob ich 100'000 Franken in Wohneigentum in der Schweiz oder in der Basilicata investieren will, dann muss ich nicht lange überlegen. Nicht nur, weil ich in der Basilicata für diesen Betrag Wohneigentum erhalte.


Wieso glaubst Du, kauft meine Romanfigur Liegenschaften in Italien und den USA und lebt immer weniger in Deutschland?

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Kommentare: 1
  • #1

    Maximilian Puerstl (Dienstag, 26 Mai 2026 10:22)

    Sehr interessant!