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Sie regierten etwas mehr als ein Jahrhundert über die Basilikata, aber genau während dieser Zeit änderte sich der Stand die Basilikata dramatisch. Unter Friedrich II war sie noch das Zentrum der modernen Welt. Sein Nachfolger auf dem Kaiserthron, sein Sohn Konrad IV, überlebte ihn nur um vier Jahr und starb in Lavello, der heutigen Provinz Potenza.

 

Konrads Halbbruder Manfred sah sich als rechtmässiger Nachfolger, aber das passte dem Papst nicht, denn Friedrich hatte Manfreds Mutter auf dem Sterbebett geheiratet, um den unehelichen Sohn zum Nachfolger machen zu können. Da das Königreich Sizilien ein Lehen des Papstes war, entschied sich Innozenz IV für einen Sohn des englischen Königs als neuen König. Manfred eroberte mit Hilfe der Sarazenen das Königreich mühelos zurück, wurde allerdings vom Papst bekämpft, weil Manfred den Papst nicht als Lehnherr anerkannte.

 

Für die Lukaner ist Manfred ihr letzter rechtmässiger König, sein Andenken wird unter anderem mit einem Wein gepflegt. Er starb 1266 in einer Schlacht bei Benevento gegen Karl d’Anjou, den Bruder des französischen Königs. Karl war von Papst mit dem Königreich belehnt worden, da die englische Königsfamilie zu wenig unternahm.

 

Bereits 1282 verlor Karl die Herrschaft über Sizilien an das Haus Aragonien, die in Spanien regierte, und herrschte nur noch über das Festland. 1443 eroberten die Aragonier das Festland und vereinten das alte Königsreich wieder.

 

Neapel und Sizilien wurden das neue Zentrum des Königreichs, die Basilikata wurde zum Spielball der Mächte.

 

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